Direkt zum Inhalt

. presse .

Tragödie um das nicht erlaubte Leben

MEINERZHAGEN ? Wenn der Schrei nach Freiheit mit harter Hand erstickt wird, wenn sich Moral und sexuelles Begehren unversöhnlich gegenüberstehen, dann bahnt sich nicht selten eine Tragödie an.

Mit dem Stück des berühmten spanischen Dichters, Schriftstellers und Dramatikers Frederico García Lorca, „Bernarda Albas Haus“, brachte die Theater AG des Evangelischen Gymnasium am Mittwoch ein eindrückliches Beispiel hierfür auf die Bühne.

Wenn nichts bleibt?

Alles wurde bespielt: die große Bühne, die Seitenräume, das Publikum. Aktion allerorts. Bewegung, Unruhe, Chaos – Leben! In einem engen Raum ist die Thematik der Gruppe aus NRW nicht darstellbar. Was wir sahen, ist dokumentarisches Theater, durchsetzt mit performativen Elementen. Was wir sahen, ist Theater, welches unmittelbar in die Realität führt und dem Zuschauer unmissverständlich zeigt, dass jeder selber handeln muss. Handeln gegen Enge, Überwachung, Kontrolle, Unzufriedenheit, fremde Selbstbilder – wo soll ich aufhören?

Die Gruppe vollführt einen Rundumschlag, quer durch alle Themen, die Jugendliche beschäftigen. Eine Identifikation mit der Thematik und Problematik ist allerorts möglich.

Gymnasiasten begeistern mit Ronja Räubertochter

MEINERZHAGEN - Freundschaft, die Berge versetzt: Mit „Ronja Räubertochter“ setzten Schüler des Evangelischen Gymnasiums am Freitagabend in der Schulaula eine der schönsten Geschichten der Kinder- und Jugendliteratur in Szene. Vor restlos ausverkauftem Haus brillierte das junge Ensemble bei der stürmisch gefeierten Premiere seines ambitionierten Musiktheater-Projekts.

Nach zweijähriger Vorlaufzeit lieferten die Sechst- bis Zwölftklässler eine runde, in sich stimmige Ensembleleistung ab. Ovationen gab es für eine fesselnde, anrührende „Räubertochter“-Inszenierung, die alle guten Zutaten geistreicher Unterhaltung mit individueller, eigenständiger Note besaß.

Kammerspiel mit dichter Atmosphäre

 
Fünf Schülerinnen und Schüler der Theater AG präsentieren "Jetzt aber .. vielleicht ... wirklich"

Meinerzhagen - Die Bühne zwischen den dunklen Backsteinwänden ist leer, bis auf eine Leiter, deren Schenkel ein umgekehrtes V bilden. Ein Einkaufswagen rollt im Scheinwerferlicht zu verträumten Klavierklängen durch die Zuschauerreihen heran und plötzlich sind die Schauspieler da, entnehmen ihr "Gepäck", tragen es auf die Bühne - und schon sind die Zuschauer mitten im neuen Stück der Theater AG des Evangelischen Gymnasiums.

"Jetzt aber ... vielleicht ... wirklich" - so der Titel - wurde von fünf Schülerinnen und Schülern der Q2, einer Teilgruppe der Theater AG, unter der Leitung von Thomas Erdmann entwickelt. Das Ergebnis ist ein Kammerspiel mit dichter Atmosphäre, die die Zuschauer gefangen nimmt und den Schauspielern viel Raum für Improvisationen lässt.

Schultheater performt Protest

Nach den 70, zugegebenermaßen anstrengenden Theaterminuten mit der 16-köpfigen Spielgruppe aus Meinerzhagen heißte es erstmal innehalten und sortieren. Einerseits faszinieren und überwältigen die Perfektion der Abläufe, die schier endlos dahinlaufenden Texte, die Themenfülle, die Bilder auf der Bühne und vond den Videowänden, andererseits rumoren Zweifel, was hier der Zweck war. Anders gefragt: Was bleibt von Wenn nichts bleibt?

"Das Schlimme am Krieg ist, dass er uns die Jugend nimmt."

Gymnasiasten-Trio beeindruckt mit Theaterstück "Auf den Bildern, die wir kannten"

Meinerzhagen- Mit einer beeindruckenden Leistung empfahlen sich Sofie Sperling, Lasse Albrecht und Phil Niggemann für die Schul- und Jugendtheatertage im Theater Hagen. Souverän und spannend präsentierten die Schüler am Freitagabend in der Aula des evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen das Stück "Auf den Bildern, die wir kannten", dessen Text vor allem auf Aufzeichnungen von Jugendlichen aus der Zeit von 1933 bis 1945 zurückgriff.

Anderthalb Jahre hatte eine Arbeitsgemeinschaft Dokumente gewälzt, Text gelesen und so zusammengestellt, dass diese in einem gut 90-minütigem Stück die Geschichte der nationalsozialistischen Terrorherrschaft von der Machtergreifung am 30.Januar 1933 bis zur Kapitulation am 8.Mai 1945 erzählten.

Intensives Theaterspiel zum Nachdenken

Drei Jugendliche gehen vorsichtig auf den Dachboden. Sie leuchten auf die alten Kisten mit ihren Scheinwerfern, wo sie Briefe aus der NS-Zeit finden – so fängt das Theaterstück „Auf den Bildern, die wir kannten“ an. Es geht um ein Theaterstück, welches auf echten Texten aus der Zeitspanne zwischen 1933 und 1945 basiert. Die Premiere fand am 20. Mai um 19:30 Uhr in der Aula des EGM statt.

 

 tl_files/Nachrichten/Bilder 2016/Theater 2016/bild14.jpg

 

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Acht Schüler des Evangelischen Gymnasiums bekommen frenetischen Applaus für ihr selbst entwickeltes Stück

Meinerzhagen . Mit frenetischem Applaus, stehend gespendet, honorierten die Zuschauer das Theaterstück "macht SINN", das von acht Schülerinnen des evangelischen Gymnasiums im Laufe eines Jahres unter der Leitung von Thomas Erdmann selbst entwickelt und am Samstagabend in der Aula der Schule aufgeführt wurde.