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Nach dem Tod ihres Mannes bestimmt Bernada eine Trauerzeit von acht Jahren. Während dieser Zeit verriegelt sie das Haus und schottet so ihre fünf Töchter von der Außenwelt ab. Diese sind allesamt unverheiratet, träumen jedoch von einem Leben in Freiheit, wo sie ihre (teilweise auch sexuellen) Wünsche ausleben können.

Derweilen verlobt sich die älteste Tochter, Angustias, mit einem jungen Mann aus dem Dorf. Sein Name: Pepe el Romano. Doch nicht nur Angustias, die Pepe nur aufgrund ihres Vermögens heiratet, hat Interesse an dem jungen Mann. Auch Martirio ist in ihn verliebt und Adela, die jüngste Tochter schwärmt für ihn und weckt ihrerseits sein Interesse.

Bernada gibt vor, nichts von dem zu bemerken, was sich im Hause anbahnt. Doch die Streitereien zwischen den Schwestern nehmen zu und vor allem La Poncia, die langjährige Angestellte Bernadas erkennt das und versucht, das aufkommende Unglück zu verhindern. Doch es ist zu spät. Adela ist zu allem entschlossen, sie würde sich sogar für Pepe el Romano entehren und in Schande leben.

Als Bernada selbst die Augen nicht länger vor der Wahrheit verschließen kann, verjagt sie Pepe el Romano, behauptet jedoch gegenüber Adela, sie haben ihn umgebracht. Daraufhin nimmt die jüngste der Schwestern sich das Leben. Bernada ihrerseits unternimmt alles, um verlauten zu lassen, Adela sei unberührt gestorben.

Schauspieler*in

Claudia Morlang
Luca D´Ortona
Julia Schnober

Technik

Stefan Schulte
Simon Weber
Autor:
Federico García Lorca
Gruppe:
Premiere:
09.03.2013
Aufführungen:
  • 09.03.2013
    Ev. Gym. Meinerzhagen
  • 13.03.2013
    Ev. Gym. Meinerzhagen
  • 19.03.2013
    Ev. Gym. Meinerzhagen

Ihr habt mich. Ihr habt sie alle. Ihr habt uns alle in euren Händen. Keine unserer Entscheidungen könnt ihr nicht steuern. Wir sind euch unentwegt ausgeliefert. Ich bin euch unentwegt ausgeliefert. Selbst wenn ich denke, dass ich ganz allein aus meinem eigenen Willen handle, wart ihr irgendwo am Werk, habt an meinen Gedanken geschraubt, habt mich beeinflusst, sanft auf mich und meine Gedanken eingewirkt. - mit jedem Satz, jedem Plakat, jeder Werbung, jedem vermeidlichen Versprechen. Nur immer so dass Ich nichts merke. So, dass wir alle denken, dass alles Ordnung sei. 

Text: Julia Schnober

Show you

are not

afraid.

Manchmal möchte man in einem See schwimmen, nur weil da steht, dass man hier nicht schwimmen darf.  Oder im Stehen Pinkeln, nur weil auf der Toilette so ein blödes Verbotsschild klebt. Ich käme sonst nie auf die Idee im stehen zu pinkeln. Oder schlecht über Essen zu reden, oder mit dem Essen zu spielen.  Oder ein Haus anzuzünden.  Aber wenn da steht, das Haus darf nicht angezündet werden, dann möchte ich dieses Haus anzünden, allein weil das Verbot sagt, dass man mir zutraut das Haus anzuzünden.

 

. mitspieler .

 

. kritik .

Sei wie du bist.

Aber wer bist du?

Du bist alles was du tust.

Du bist alles was du hast.

Wenn es einer sieht.

Also müssen es alle sehen.

Also musst du es allen zeigen.

So bin ich.

So bin ich, ist eine Aussage.

Die bestätigt wird.

Kritik ist negativ.

Kritik erfordert Auseinandersetzung.

Kritik bedeutet Denken.

Es gibt keine Kritik.

Nur den Like Button.

Also erfülle die Erwartungen.

Also zeige uns, dass du die Erwartungen erfüllst.

Bestätige die Erwartungen.

Dann bestätigen wir dich.

Banken werden von der Wirtschaft abgekoppelt.

Schulen werden von Bildung abgekoppelt

Denken wird zugunsten der Optimierung aufgegeben.

Spaß ist das neue Verantwortungsgefühl.

 

Wir machen Scheine statt Erfahrungen.

Wir machen Umfragen anstatt Probleme zu lösen.

Wir wecken Hoffnung anstatt ihnen eine Zukunft zu geben.

Wir machen Fotos anstatt Dinge zu erleben.

Wählerstimmen statt Politik

Slogan statt Inhalt.

 

. bilder .

Am liebsten würdet ihr unsterblich sein, aber ihr wisst überhaupt nicht was das bedeutet: Es ist wie fallen, ohne den Boden zu sehen. Ihr könnt auch nicht anhalten oder langsam fallen, um zu verstehen was passiert.
Es wird einen Aufprall geben, das ist sicher. Wie lange es bis dahin dauert, kann niemand sagen. Genießt die Zeit davor. Fallen ist gar nicht soweit entfernt von fliegen.

Euer Traum von  Freiheit.  Jetzt müsst ihr loszulassen. Ihr müsst euch trauen, die Augen schließen und bis 10 zählen. Dann schlagt ihr auf, dann seid ihr frei