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Einen Dachboden und eine Menge alter Briefe. Mehr braucht es nicht, um drei Jugendliche in das Jahr 1933 zurück zu versetzen. Sie erleben eine Zeit, die geprägt ist von Gefahr, Wut und Trauer, aber auch von Begeisterung. Eine Begeisterung, die eines der düstersten Kapitel der deutschen Geschichte ausgelöst hat. Bis heute gibt es Anhänger dieser Ideologie. Der Ideologie Adolf Hitlers. Aber wie konnte es sein, dass so viele Menschen diesem Mann bis in den Tod gefolgt sind? Diese Frage stellten sich drei Schauspieler des Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen unter der Leitung von Thomas Erdmann. Sie spielen ein Theaterstück welches ausschließlich aus Briefen und Tagebucheinträgen aus der Zeit Hitlers entstanden ist und zeigen, wie es zu solch einer Begeisterung kam und nehmen den Zuschauer mit in eine Zeit, die zu viel Leid und Elend geführt hat. Das Stück feiert seine Premiere am Freitag, den 20. Mai um19:30 Uhr in der Aula des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen. Einlass ist ab 19:00 Uhr. Weitere Termine sind ein Gastspiel im Lutz Hagen am 7. Juni und eine weitere Aufführung in Meinerzhagen am 10. Juni.

Autor:
Eigenproduktion
Gruppe:
Premiere:
20.05.2016
Aufführungen:
  • 20.05.2016
    Ev. Gym. Meinerzhagen
  • 07.06.2016
    Schultheatertage Hagen
  • 10.06.2016
    Ev. Gym. Meinerzhagen

Schauspieler*in

Phil Niggemann
Sofie Sperling
Lasse Albrecht

Technik

Amelie Oeckinghaus
Marvin Strangfeld

Wir hörten, dass wir für eine große Sache leben sollten. Wir wurden ernst genommen, und das gab uns einen besonderen Auftrieb. Wir glaubten, Mitglieder einer großen, wohlgegliederten Organisation zu sein, die alles umfasste und jeden würdigte. Wir fühlten uns beteiligt an einem Prozess, an einer Bewegung, die aus der Masse ein Volk schuf.

Ab heute sagt ihr nicht mehr `Guten Morgen sondern „Heil Hitler!“ Das ist der neue deutsche Gruß. Wir werden ihn sogleich einmal gemeinsam üben. Aufstehen! Erhebt den rechten Arm und sprecht mit mir laut und deutlich: Heil Hitler! Und noch einmal, das muss noch besser werden.

Wir üben und es wird besser.

 

. mitspieler .

 

. kritik .

 

Was haben wir, die Jugend, die doch schließlich ein Anspruch auf Lebensglück und –Erfüllung hat, denn noch vom Leben zu erwarten? Verschickung nach Sibirien oder Ähnliches? Oder noch Schlimmeres? Wenn ich daran denke, dass ich mal in einen BDM gegangen bin, geglaubt habe, dass dieser Mann der rechte Führer Deutschlands sei und ihm voll und ganz vertraut habe! Das sich Männer von ihm haben betrügen lassen wie kleine unvernünftige Kinder.

 

Was bedeutet „Leben“ noch? Es ist alles so zwecklos, so egal. Warum leben wir noch? Ist es nicht ein Verbrechen, jetzt noch zu leben? Zu leben und jung zu sein? Aber wenn wir schon einmal dazu bestimmt sind zu leben, ist es da ein Verbrechen, wenn man immer noch an das Gute, an das Glück glaubt? Wenn man sich nach dem Glück sehnt, mit allen Fasern seines Seins danach sehnt? Es muss gut werden.

 

. bilder .

8.Mai 1945: Der Krieg ist zu Ende.

Seit 5 Jahren, 8 Monaten und 8 Tagen haben wir sehnsüchtig auf diese Meldung gewartet.